Langsames WLAN liegt selten an der Leitung allein. Die größten Hebel: Router besser platzieren (frei und mittig statt in der Ecke), 5-GHz-Band nutzen, einen freien Funkkanal wählen und bei großen Flächen auf Mesh statt billigem Repeater setzen. Schon der Standort des Routers macht oft einen riesigen Unterschied.
Das Video ruckelt, die Videokonferenz bricht ab, im hinteren Zimmer gibt's gar kein Netz, WLAN-Frust kennt jeder. Bevor du einen neuen Vertrag abschließt: Die meisten Probleme liegen nicht an der Internet-Leitung, sondern am WLAN selbst. Und das lässt sich fast immer verbessern.
Warum WLAN langsam wird
Funk ist empfindlich. Dicke Wände, Wasserleitungen, Spiegel, andere Geräte und vor allem die WLAN-Netze der Nachbarn stören das Signal. Dazu kommen ein ungünstig stehender Router, zu viele gleichzeitig aktive Geräte und manchmal einfach veraltete Hardware. Meist ist es eine Kombination, und genau deshalb hilft es, mehrere Stellschrauben zu drehen.
Die 8 Tipps für besseres WLAN
- Router frei stellen: mittig, erhöht, frei, nicht in den Schrank, hinter den Fernseher oder in die Ecke.
- 5-GHz-Band nutzen: in Router-Nähe deutlich schneller als 2,4 GHz.
- Freien Funkkanal wählen: sind viele Nachbar-Netze auf demselben Kanal, hilft ein Wechsel (moderne Router machen das oft automatisch).
- Router aktualisieren: Firmware-Update einspielen, bringt oft Tempo und schließt Sicherheitslücken.
- Störquellen meiden: Abstand zu Mikrowelle, schnurlosen Telefonen und Babyphones.
- Geräte ausmisten: alte Geräte, die noch im Netz hängen, bremsen mit.
- Kabel, wo es geht: PC, TV oder Konsole per LAN anschließen, das entlastet das WLAN für den Rest.
- Bei großer Fläche: Mesh: ein nahtloses Netz über mehrere Stationen statt eines überforderten Routers.
💡 Schneller Test: Mach einen Speedtest direkt neben dem Router und dann dort, wo es klemmt. Ist es nur weiter weg langsam, ist es ein Reichweiten-/Funkproblem (Tipp 1, 2, 8). Ist es überall langsam, liegt's eher an Router oder Leitung (Tipp 4, oder Anbieter prüfen).
Repeater oder Mesh, was ist besser?
Ein einfacher Repeater ist günstig, halbiert aber oft das Tempo und erzeugt ein zweites Netz, zwischen dem die Geräte hin- und herspringen. Ein Mesh-System bildet ein nahtloses WLAN über mehrere Stationen, in größeren Wohnungen und Büros klar die bessere Wahl. Wo es auf Stabilität ankommt, sind per Kabel angebundene Access Points das Nonplusultra.
Besonderheiten im Büro
Im Unternehmen kommt es auf Stabilität und Sicherheit an: ein getrenntes Gäste-WLAN, vernünftige Verschlüsselung (WPA2/WPA3), ausreichend Access Points für viele Geräte und idealerweise eine verkabelte Anbindung. Das plane und richte ich passend zu deinen Räumen ein, siehe WLAN & Netzwerk Dortmund.