KapFixIT Zertifikatstrainer

// Lernkapitel

MS-900

Erst lesen, dann üben. Jeder Prüfungsbereich einmal im Zusammenhang erklärt: worum es geht, was sitzen muss und wie der Anbieter genau diesen Bereich abfragt.

// Kapitel 1 · 5 bis 10 % der Prüfung

Cloudkonzepte beschreiben

MS-900 ist eine Grundlagenprüfung, und dieser Bereich ist ihr Fundament. Es geht nicht um Handgriffe, sondern um Begriffe, die im RestZugriffsart auf Schnittstellen über HTTP-Methoden wie GET und PUT. der Prüfung als bekannt vorausgesetzt werden.

Der erste Begriff ist das Betriebsmodell. In der öffentlichen Cloud teilen sich viele Kunden dieselbe Infrastruktur, in der privaten Cloud betreibt eine Organisation sie für sich, und in der hybriden Cloud laufen beide Welten nebeneinander mit einer Verbindung dazwischen. Microsoft 365 ist ein Dienst aus der öffentlichen Cloud, lässt sich aber mit lokalen Systemen verbinden.

Der zweite Begriff ist die Dienstart. Bei Infrastruktur als DienstCloud-Modell, bei dem der Kunde Betriebssystem und Anwendungen selbst betreibt. mietet man Maschinen und kümmert sich selbst um das Betriebssystem. Bei Plattform als Dienst bekommt man eine Laufzeitumgebung. Bei Software als DienstNutzung einer fertigen Anwendung des Anbieters, der auch Betriebssystem und Server verantwortet. nutzt man eine fertige Anwendung und pflegt nur noch die Daten und die Nutzer. Microsoft 365 ist Software als Dienst, und daraus folgt fast alles Weitere: Updates kommen automatisch, die Hardware ist kein ThemaVerteilstelle, die dieselbe Nachricht an alle Abonnenten weitergibt., und die eigene Verantwortung liegt bei Konten, Berechtigungen und Inhalten.

Der dritte Begriff ist der Unterschied zwischen laufenden Betriebskosten und einmaliger Investition. Cloud verschiebt Ausgaben von der Anschaffung in den Verbrauch. Dazu gehört die Idee der Skalierbarkeit: Kapazität wächst und schrumpft mit dem Bedarf, statt für den Spitzenwert gekauft zu werden.

Das muss sitzen

  • Microsoft 365 ist Software als DienstNutzung einer fertigen Anwendung des Anbieters, der auch Betriebssystem und Server verantwortet.. Betriebssystem und Hardware sind nicht deine Aufgabe, Konten und Inhalte schon.
  • Öffentlich, privat und hybrid beschreiben, wem die Infrastruktur gehört, nicht wie modern sie ist.
  • Cloud verschiebt Kosten von der Anschaffung in den laufenden Verbrauch.
  • Skalierbarkeit heißt mitwachsen, ElastizitätFähigkeit, Kapazität bei Bedarf automatisch hinzuzufügen und danach wieder abzubauen. heißt auch wieder schrumpfen.
  • Hohe VerfügbarkeitSchutzziel: Informationen und Dienste sind bei Bedarf nutzbar. ist eine Zusage im Vertrag, keine Eigenschaft, die von allein entsteht.

So wird gefragtHier wird nach Zuordnungen gefragt: Welches Modell passt zu welcher Beschreibung. Achte auf die Formulierung wer kümmert sich worum, sie unterscheidet die Dienstarten zuverlässiger als jede Definition.

Fragen dazu üben: Konto nötig 5 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 2 · 45 bis 50 % der Prüfung

Microsoft-365-Apps und -Dienste beschreiben

Dieser Bereich hat mit Abstand das größte Gewicht, und er verlangt Überblick statt Tiefe. Gefragt ist, welcher Dienst welches ProblemUrsache oder mögliche Ursache eines oder mehrerer Vorfälle. löst.

Die Produktivitätsseite besteht aus den bekannten Anwendungen. Wichtig ist der Unterschied zwischen den Anwendungen auf dem Gerät und denselben Anwendungen im Browser: Der Funktionsumfang ist nicht gleich, und die Lizenz entscheidet, was zur Verfügung steht. Exchange Online ist Mail und Kalender, SharePoint Online ist die Ablage für Websites und Teams-Dateien, OneDrive ist die persönliche Ablage, und Teams ist die Oberfläche, in der Chat, Besprechung und Datei zusammenkommen.

Daneben stehen die Dienste, die vielen unbekannt sind. Viva bündelt die Funktionen rund um Arbeitsalltag und Wissen. Power Platform bringt eigene Anwendungen, Abläufe und Auswertungen ohne klassische Programmierung. Copilot setzt auf die vorhandenen Daten auf und arbeitet innerhalb der bestehenden Berechtigungen: Wer eine Datei nicht sehen darf, bekommt sie auch nicht zusammengefasst.

Zur Zusammenarbeit gehört die Frage, mit wem. GastzugriffExterne erhalten ein Gastobjekt im Verzeichnis und werden Mitglied eines Teams. bringt Externe in ein Team, Freigabelinks bringen Externe an eine einzelne Datei. Beides wird im Mandanten grundsätzlich erlaubt oder verboten, bevor es im Einzelfall genutzt werden kann.

Das muss sitzen

  • SharePoint ist die Ablage hinter Teams-Dateien, OneDrive ist die persönliche Ablage.
  • Copilot arbeitet innerhalb der bestehenden Berechtigungen und schafft keinen neuen Zugriff.
  • Die Anwendungen im Browser und die auf dem Gerät haben nicht denselben Funktionsumfang.
  • GastzugriffExterne erhalten ein Gastobjekt im Verzeichnis und werden Mitglied eines Teams. und Freigabelink sind zwei verschiedene Wege für Externe.
  • Power Platform besteht aus Apps, Automate, Pages und BI, jedes für einen eigenen Zweck.

So wird gefragtRechne mit vielen kurzen Fällen der Form ein Team braucht X, welcher Dienst passt. Wer die Aufgabenteilung zwischen Exchange, SharePoint, OneDrive und Teams kennt, beantwortet die Hälfte davon.

Fragen dazu üben: Konto nötig 29 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 3 · 25 bis 30 % der Prüfung

Sicherheit, Compliance, Datenschutz und Vertrauen beschreiben

Sicherheit wird in MS-900 als Landkarte geprüft, nicht als Konfiguration. Der Ausgangspunkt ist das Modell der geteilten Verantwortung: Microsoft betreibt und sichert die Plattform, der Kunde verantwortet seine Konten, Berechtigungen, Geräte und Daten. Diese Grenze verschiebt sich je nach Dienstart und ist bei Software als DienstNutzung einer fertigen Anwendung des Anbieters, der auch Betriebssystem und Server verantwortet. am weitesten auf der Anbieterseite.

Daneben steht Zero TrustSicherheitsmodell mit drei Leitsätzen: explizit prüfen, geringstmögliche Rechte, von einer Verletzung ausgehen. als Haltung: nie automatisch vertrauen, immer prüfen, so wenig Rechte wie möglich, und im Zweifel davon ausgehen, dass ein Angreifer schon da ist. Daraus folgen die konkreten Bausteine. Entra ID verwaltet Identitäten, die mehrstufige Authentifizierung macht das gestohlene Kennwort wertlos, der bedingte Zugriff knüpft den Zugriff an Bedingungen, und Defender erkennt Angriffe in Mail, auf Geräten und in Clouddiensten.

Auf der Compliance-Seite ist Purview die Klammer. VertraulichkeitsbezeichnungenKennzeichnung am Inhalt selbst, die verschlüsseln, kennzeichnen und Rechte durchsetzen kann. kennzeichnen und schützen Dokumente, Aufbewahrung regelt, wie lange etwas bleibt, die Verhinderung von DatenverlustRichtlinien, die riskante Vorgänge mit vertraulichen Inhalten warnen oder blockieren. bremst das Abfließen, und eDiscoverySichert, sichtet und exportiert Inhalte für rechtliche Verfahren. findet, was für ein VerfahrenSchrittweise Beschreibung der Umsetzung. gebraucht wird. Der Compliance-ManagerZerlegt Normen und Vorschriften in zuweisbare Verbesserungsmaßnahmen mit Nachweis. bewertet den eigenen Stand gegen Vorgaben und gibt Empfehlungen.

Zum Vertrauen gehört zuletzt der Nachweis: Das Service Trust PortalOffizielle Sammlung der Prüfberichte, Zertifizierungen und Datenschutzunterlagen zur Microsoft-Cloud. veröffentlicht Prüfberichte und Zertifizierungen, und im Datenschutzbereich lässt sich sehen, wo Daten liegen.

Das muss sitzen

  • Geteilte VerantwortungAufteilung der Zuständigkeit zwischen Cloudanbieter und Kunde. Daten, Geräte und Identitäten bleiben immer beim Kunden.: Die Plattform gehört Microsoft, Konten, Berechtigungen und Inhalte gehören dir.
  • Zero TrustSicherheitsmodell mit drei Leitsätzen: explizit prüfen, geringstmögliche Rechte, von einer Verletzung ausgehen. ist eine Haltung, kein Produkt.
  • Mehrstufige Authentifizierung entwertet das gestohlene Kennwort, bedingter ZugriffRegelwerk, das Signale wie Nutzer, Standort, Gerät und Risiko auswertet und daraus eine Zugriffsentscheidung ableitet. bringt die Bedingungen dazu.
  • Purview deckt Bezeichnung, Aufbewahrung, Datenverlust und eDiscoverySichert, sichtet und exportiert Inhalte für rechtliche Verfahren. ab.
  • Das Service Trust PortalOffizielle Sammlung der Prüfberichte, Zertifizierungen und Datenschutzunterlagen zur Microsoft-Cloud. liefert die Prüfberichte, der Compliance-ManagerZerlegt Normen und Vorschriften in zuweisbare Verbesserungsmaßnahmen mit Nachweis. die eigene Bewertung.

So wird gefragtGefragt wird, welches Werkzeug zu welchem Anliegen gehört. Halte die Trennlinie zwischen Sicherheit (Entra, Defender) und Compliance (Purview) sauber, daran hängen viele Antworten.

Fragen dazu üben: Konto nötig 17 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 4 · 10 bis 15 % der Prüfung

Preise, Lizenzierung und Support beschreiben

Der letzte Bereich klingt trocken und ist im Alltag der teuerste. Es geht um Lizenzen, Wege zum Kauf und darum, was passiert, wenn etwas nicht funktioniert.

Lizenzen gibt es in Familien. Business-Pläne richten sich an Häuser bis dreihundert Arbeitsplätze, Enterprise-Pläne kennen diese Grenze nicht und bringen mehr Sicherheits- und Compliance-Funktionen mit. Daneben stehen Pläne für Bildung und für Behörden sowie Frontline-Pläne für Menschen, die nicht am Schreibtisch sitzen. Zusatzpakete ergänzen einen Grundplan, wenn nur einzelne Funktionen fehlen.

Gekauft wird entweder direkt bei Microsoft, über einen Partner im Cloud-Solution-Provider-Modell oder über einen Volumenvertrag. Der Partnerweg ist für kleinere Häuser üblich, weil Abrechnung und Betreuung in einer Hand liegen. Abgerechnet wird je Nutzer und Monat, mit Unterschieden zwischen jährlicher und monatlicher Bindung.

Zum Support gehören zwei Dinge, die gern verwechselt werden. Der Servicelevelvertrag ist die Zusage zur VerfügbarkeitSchutzziel: Informationen und Dienste sind bei Bedarf nutzbar., in der Regel 99,9 Prozent, mit Gutschriften bei Unterschreitung. Die Supportanfrage ist der Weg, wenn im eigenen Mandanten etwas klemmt; sie wird im Administrationszentrum eröffnet. Der Dienstzustand zeigt laufende Störungen, die Nachrichtenzentrale kündigt Änderungen an.

Das muss sitzen

  • Business-Pläne enden bei dreihundert Arbeitsplätzen, Enterprise-Pläne nicht.
  • Zusatzpakete ergänzen einen Grundplan, sie ersetzen ihn nicht.
  • Der Cloud-Solution-Provider ist der Partnerweg mit Abrechnung und Betreuung in einer Hand.
  • Der Servicelevelvertrag sagt VerfügbarkeitSchutzziel: Informationen und Dienste sind bei Bedarf nutzbar. zu, die Supportanfrage löst dein eigenes ProblemUrsache oder mögliche Ursache eines oder mehrerer Vorfälle..
  • Dienstzustand meldet Störungen, Nachrichtenzentrale kündigt Änderungen an.

So wird gefragtTypisch sind Fälle mit einer Nutzerzahl und einer Anforderung, aus denen der passende Plan folgt. Die Zahl dreihundert ist dabei fast immer der Hinweis.

Fragen dazu üben: Konto nötig 9 Fragen in diesem Bereich

Die Kapitel folgen der veröffentlichten Gliederung des Anbieters (Skills measured, Stand 30.04.2025 (Prüfung am 31.03.2026 eingestellt)), zuletzt geprüft am 09.09.2026. Verbindlich bleibt, was der Anbieter schreibt.

Diese Kapitel sind frei lesbar, ohne Konto. Die Übungsfragen dazu brauchen eines, weil sie sich merken, was du beantwortet hast und wann sie wiederkommen. Was der Zugang kostet.