KapFixIT Zertifikatstrainer

// Lernkapitel

ISC2-CC

Erst lesen, dann üben. Jeder Prüfungsbereich einmal im Zusammenhang erklärt: worum es geht, was sitzen muss und wie der Anbieter genau diesen Bereich abfragt.

// Kapitel 1 · 22 bis 27 % der Prüfung

Sicherheitsgrundsätze

Certified in Cybersecurity ist der Einstieg in die Sicherheitszertifizierungen. Dieser Bereich hat das größte Gewicht und legt die Begriffe.

Die SchutzzieleVertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. sind VertraulichkeitSchutzziel: Nur Berechtigte können Informationen einsehen., IntegritätSchutzziel: Informationen sind unverfälscht und vollständig. und VerfügbarkeitSchutzziel: Informationen und Dienste sind bei Bedarf nutzbar.. Dazu kommen Authentizität und NichtabstreitbarkeitNachweis, dass eine bestimmte Person eine Handlung vorgenommen hat. sowie die Unterscheidung von Datenschutz und Datensicherheit.

Der Zugriff läuft immer über dieselben Schritte: Identifizierung nennt eine Identität, Authentifizierung belegt sie, AutorisierungFestlegung, welche Rechte ein authentifizierter Zugang erhält. erlaubt eine Handlung, Abrechnung hält fest, was geschah. Nachweise stammen aus Wissen, Besitz oder Eigenschaft; mehrstufig ist es erst, wenn die FaktorenKategorie eines Nachweises: Wissen, Besitz oder biometrisches Merkmal. aus verschiedenen Kategorien kommen.

RisikoErgebnis aus Bedrohung, Schwachstelle und Auswirkung. ist der zweite große Block. Ein Wert hat eine SchwachstelleLücke, die ausgenutzt werden kann., es gibt eine BedrohungEtwas, das eine Schwachstelle ausnutzen könnte., daraus entsteht ein Risiko. Bewertet wird nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Behandelt wird durch Mindern, ÜbertragenGeordnete Verlagerung einer FSMO-Rolle bei erreichbarem Inhaber., Akzeptieren oder Vermeiden. Ein RestrisikoRisiko, das nach Umsetzung aller Maßnahmen verbleibt. bleibt und wird bewusst getragen.

Maßnahmen werden nach Art unterschieden: technisch, verwaltungsbezogen, physisch. Und nach Wirkung: vorbeugend, erkennend, korrigierend, abschreckend, ausgleichend.

Zuletzt die Berufsethik: Sie ist Prüfungsstoff und wird direkt abgefragt.

Das muss sitzen

  • VertraulichkeitSchutzziel: Nur Berechtigte können Informationen einsehen., IntegritätSchutzziel: Informationen sind unverfälscht und vollständig. und VerfügbarkeitSchutzziel: Informationen und Dienste sind bei Bedarf nutzbar. sind die drei SchutzzieleVertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit..
  • Mehrstufig heißt FaktorenKategorie eines Nachweises: Wissen, Besitz oder biometrisches Merkmal. aus verschiedenen Kategorien.
  • RisikoErgebnis aus Bedrohung, Schwachstelle und Auswirkung. wird nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.
  • Behandelt wird durch Mindern, ÜbertragenGeordnete Verlagerung einer FSMO-Rolle bei erreichbarem Inhaber., Akzeptieren oder Vermeiden.
  • Maßnahmen haben eine Art und eine Wirkung; beides wird abgefragt.

So wird gefragtAchte auf die Einordnung von Maßnahmen. Eine Kamera ist erkennend und abschreckend, ein Schloss vorbeugend.

Fragen dazu üben: Konto nötig 26 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 2 · 15 bis 20 % der Prüfung

Sicherheitssteuerung

Der zweite Bereich behandelt Steuerung, Regeln und die Fortführung des Betriebs.

Die Dokumentenhierarchie ist Prüfungsstoff. Eine RichtlinieVerbindliche Vorgabe der Leitung, was in der Organisation gilt. sagt, was gilt, und wird von der Leitung getragen. Ein StandardFestlegung, womit eine Richtlinie erfüllt wird. sagt, wie genau, und ist verbindlich. Ein VerfahrenSchrittweise Beschreibung der Umsetzung. beschreibt die Schritte. Eine LeitlinieEmpfehlung ohne verpflichtenden Charakter. empfiehlt, ohne zu verpflichten. Regulierungen kommen von außen und sind verpflichtend.

Die Fortführung des Geschäfts hat drei Ebenen, die auseinandergehalten werden müssen. Der Plan zur Aufrechterhaltung sorgt dafür, dass die wichtigsten Abläufe weiterlaufen. Der Plan zur Wiederherstellung nach einem Notfall bringt die Technik zurück. Der Plan zur Reaktion auf Vorfälle behandelt den einzelnen Sicherheitsvorfall. Die Prüfung fragt regelmäßig, welcher Plan in einer Lage greift.

Zum VorfallZusammenführung mehrerer Warnungen zu einem zusammenhängenden Sachverhalt. gehört ein fester Ablauf: Vorbereitung, Erkennung und Analyse, EindämmungPhase der Vorfallbehandlung, die die Ausbreitung stoppt., Beseitigung und Wiederherstellung, NachbereitungAuswertung eines Vorfalls mit Ursache und abgeleiteten Maßnahmen.. Die Nachbereitung ist kein Anhang, sie verhindert die Wiederholung.

Zur Steuerung gehört auch die Frage der Zuständigkeit: Wer trägt das RisikoErgebnis aus Bedrohung, Schwachstelle und Auswirkung., wer entscheidet, wer setzt um, wer prüft. Diese Trennung ist der Kern der Steuerung.

Das muss sitzen

  • RichtlinieVerbindliche Vorgabe der Leitung, was in der Organisation gilt., StandardFestlegung, womit eine Richtlinie erfüllt wird., VerfahrenSchrittweise Beschreibung der Umsetzung., LeitlinieEmpfehlung ohne verpflichtenden Charakter.: nur die ersten drei verpflichten.
  • Aufrechterhaltung hält den Betrieb, Wiederherstellung bringt die Technik zurück.
  • Der Vorfallplan behandelt den einzelnen VorfallZusammenführung mehrerer Warnungen zu einem zusammenhängenden Sachverhalt., nicht den Ausfall des Hauses.
  • Der Reaktionsablauf endet mit der NachbereitungAuswertung eines Vorfalls mit Ursache und abgeleiteten Maßnahmen., nicht mit der Wiederherstellung.
  • Wer entscheidet, wer umsetzt und wer prüft, sind getrennte Rollen.

So wird gefragtAchte darauf, ob eine Lage einen Vorfall, einen Notfall oder eine Unterbrechung des Geschäfts beschreibt. Danach richtet sich der Plan.

Fragen dazu üben: Konto nötig 19 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 3 · 18 bis 23 % der Prüfung

Identitäts- und Zugriffsverwaltung

Der dritte Bereich behandelt Identitäten und Zugriff.

Der Grundsatz ist die geringste Berechtigung: nur so viel, wie für die Aufgabe nötig, und nur so lange, wie sie dauert. Ergänzt wird er durch die Trennung von Aufgaben und die Notwendigkeit des Wissens.

Bei den Modellen sind vier zu unterscheiden. Nach Ermessen des EigentümersVerantwortliche Person im Fachbereich, die über Einstufung und Zugriff entscheidet. entscheidet der Besitzer eines Objekts. Verbindlich entscheidet eine Einstufung, an die sich niemand vorbeibewegen kann. Nach Rollen erhält jemand Rechte über seine Funktion. Nach Regeln greifen Bedingungen wie Uhrzeit oder Ort.

Beim Lebenszyklus geht es um Bereitstellung, Änderung und Entzug. Der Entzug beim Austritt ist der wichtigste Schritt und wird am häufigsten vergessen.

Bei der physischen Zugangssteuerung geht es um Zonen, Ausweise, VereinzelungsanlagenZugang, der nur eine Person je Durchgang zulässt., Bewachung und ÜberwachungProtokolliert Aktivitäten im Mandanten; die Premiumvariante bewahrt länger auf.. Zwei Begriffe gehören dazu: Nachlaufen durch eine Tür ohne eigene Berechtigung und die Frage, wie man es verhindert.

Bei der logischen Steuerung geht es um Konten, Kennwortregeln, mehrstufige Authentifizierung, Sperren nach Fehlversuchen und die Trennung von Alltags- und Verwaltungskonten.

Das muss sitzen

  • Geringste Berechtigung heißt so wenig wie nötig und so kurz wie möglich.
  • Verbindliche Steuerung folgt einer Einstufung, nicht dem Willen des EigentümersVerantwortliche Person im Fachbereich, die über Einstufung und Zugriff entscheidet..
  • Der Entzug beim Austritt ist der wichtigste Schritt im Lebenszyklus.
  • Nachlaufen durch eine gesicherte Tür wird durch Vereinzelung verhindert.
  • Verwaltungskonten gehören getrennt vom Alltagskonto.

So wird gefragtAchte auf Formulierungen wie der Eigentümer entscheidet oder die Einstufung entscheidet. Sie benennen das Modell direkt.

Fragen dazu üben: Konto nötig 22 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 4 · 19 bis 24 % der Prüfung

Netzwerk- und Cloud-Sicherheit

Der vierte Bereich behandelt Netzwerke und Cloud.

Bei den Grundlagen geht es um das SchichtenmodellEinteilung der Netzwerkfunktionen in Schichten; Grundlage zur Eingrenzung von Störungen., um Adressen, um die Aufgaben von SwitchGerät, das anhand der MAC-Adresse auf Schicht 2 weiterleitet. und RouterGerät, das anhand der IP-Adresse auf Schicht 3 weiterleitet. und um die üblichen ProtokolleEintrag mit Text und Struktur, der im Log-Analytics-Arbeitsbereich landet und mit KQL abgefragt wird. und Ports. Wer die Zuordnung Gerät zu Schicht kennt, ordnet auch Angriffe richtig ein.

Bei den Angriffen sind zu kennen: Überlastung in einfacher und verteilter Form, Zwischenschaltung, Adressvortäuschung, Vergiftung der Adress- und der Namensauflösung, unautorisierte Zugangspunkte und Mitlesen von Verkehr.

Bei den Gegenmaßnahmen geht es um Firewalls, um Systeme zur Erkennung und Verhinderung von Eindringversuchen, um SegmentierungAufteilung des Netzes, um Ausbreitung zu begrenzen. mit virtuellen Netzen und entmilitarisierten Zonen sowie um verschlüsselte Tunnel.

Bei der Cloud geht es um die Dienstarten Infrastruktur, Plattform und Software als DienstNutzung einer fertigen Anwendung des Anbieters, der auch Betriebssystem und Server verantwortet., um die Betriebsmodelle öffentlich, privat, hybrid und gemeinschaftlich, sowie um die geteilte VerantwortungAufteilung der Zuständigkeit zwischen Cloudanbieter und Kunde. Daten, Geräte und Identitäten bleiben immer beim Kunden.. Je weiter man nach oben geht, desto mehr übernimmt der AnbieterErweiterung, die Ressourcen in Schnittstellenaufrufe übersetzt.; Daten und Konten bleiben immer beim Kunden.

Zur Rechenzentrumsseite gehören Stromversorgung, Kühlung, Brandschutz und die Frage, wie ein Ausfall eines Standorts überbrückt wird.

Das muss sitzen

  • Ein Erkennungssystem meldet, ein Verhinderungssystem blockiert.
  • Die geteilte VerantwortungAufteilung der Zuständigkeit zwischen Cloudanbieter und Kunde. Daten, Geräte und Identitäten bleiben immer beim Kunden. verschiebt sich mit der Dienstart.
  • Daten und Konten bleiben in jedem Cloudmodell beim Kunden.
  • SegmentierungAufteilung des Netzes, um Ausbreitung zu begrenzen. begrenzt den Schaden eines Einbruchs.
  • Verteilte Überlastangriffe kommen aus vielen Quellen und lassen sich nicht am Absender filtern.

So wird gefragtAchte auf die Beschreibung des Angriffs. Der Name folgt fast immer eindeutig aus dem beschriebenen Verhalten.

Fragen dazu üben: Konto nötig 24 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 5 · 15 bis 20 % der Prüfung

Sicherheitsbetrieb und Vorfälle

Der letzte Bereich behandelt den täglichen Sicherheitsbetrieb.

Bei den Daten geht es um Verwaltung über den Lebenszyklus: erzeugen, einstufen, speichern, nutzenWas ein Service leistet oder welche Einschränkung er beseitigt., archivieren, vernichten. Zur Vernichtung gehören Überschreiben, Entmagnetisieren und physische Zerstörung; einfaches Löschen genügt nicht.

Bei der Protokollierung geht es darum, dass Ereignisse festgehalten und ausgewertet werden. Ein ProtokollEintrag mit Text und Struktur, der im Log-Analytics-Arbeitsbereich landet und mit KQL abgefragt wird. ohne Auswertung schützt niemanden. Zentrale Sammlung, Schutz vor Manipulation und ausreichende Aufbewahrung gehören dazu.

Bei den Systemen geht es um HärtungAbsicherung eines Systems vor der Inbetriebnahme., um sichere GrundeinstellungenSystem ist nach der Installation bereits sicher konfiguriert., um Aktualisierungen und um Konfigurationsverwaltung. Eine Grundkonfiguration gibt den ZustandZuordnung zwischen beschriebenen Ressourcen und tatsächlichen Objekten. vor, gegen den geprüft wird.

Bei der Schadsoftware geht es um Erkennung, um das Verhalten der bekannten Arten und um den Ablauf im Befallsfall.

Bei den Menschen geht es um Schulung und Aufmerksamkeit. Angriffe auf Menschen sind der häufigste Einstieg, und Schulung ist die wirksamste Gegenmaßnahme, wenn sie regelmäßig und konkret ist.

Zur Steuerung gehören zuletzt die Regeln zur zulässigen Nutzung, das ÄnderungsverfahrenGeregelter Ablauf für Eingriffe mit Genehmigung, Rückfallplan und Dokumentation. und die Sicherung mit geprüfter Wiederherstellung.

Das muss sitzen

  • Einfaches Löschen ist kein Vernichten.
  • Ein ProtokollEintrag mit Text und Struktur, der im Log-Analytics-Arbeitsbereich landet und mit KQL abgefragt wird. ohne Auswertung schützt niemanden.
  • Eine Grundkonfiguration ist der Maßstab, gegen den geprüft wird.
  • Angriffe auf Menschen sind der häufigste Einstieg.
  • Eine Sicherung ohne geprüfte Wiederherstellung ist eine Hoffnung.

So wird gefragtAchte auf Fragen zur richtigen Reihenfolge im Umgang mit einem Vorfall oder mit Datenträgern. Beides wird direkt abgefragt.

Fragen dazu üben: Konto nötig 19 Fragen in diesem Bereich

Die Kapitel folgen der veröffentlichten Gliederung des Anbieters (Certified in Cybersecurity Exam Outline, Stand 2026), zuletzt geprüft am 09.09.2026. Verbindlich bleibt, was der Anbieter schreibt.

Diese Kapitel sind frei lesbar, ohne Konto. Die Übungsfragen dazu brauchen eines, weil sie sich merken, was du beantwortet hast und wann sie wiederkommen. Was der Zugang kostet.