KapFixIT Zertifikatstrainer

// Lernkapitel

AZ-801

Erst lesen, dann üben. Jeder Prüfungsbereich einmal im Zusammenhang erklärt: worum es geht, was sitzen muss und wie der Anbieter genau diesen Bereich abfragt.

// Kapitel 1 · 25 bis 30 % der Prüfung

Windows Server lokal und hybrid absichern

AZ-801 setzt auf AZ-800 auf und behandelt Betrieb, Absicherung und Notfall. Dieser Bereich hat das größte Gewicht.

Auf der Betriebssystemseite geht es um HärtungAbsicherung eines Systems vor der Inbetriebnahme.. Windows Defender Application Control legt fest, welcher Code überhaupt laufen darf, und ist damit stärker als eine reine Erkennung. Der Exploit-SchutzGegenmaßnahmen gegen Angriffstechniken auf System- und Anwendungsebene. und die AngriffsflächenreduzierungRegelwerk in Defender für Endpunkt, das typische Angriffswege wie Makros mit Prozessstart blockiert. schließen bekannte Wege. Die Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit filtert eingehend und ausgehend und kann mit VerbindungssicherheitsregelnRegel der Windows-Firewall, die Verbindungen über IPsec authentifiziert und verschlüsselt. Verkehr verschlüsseln.

Auf der Verzeichnisseite geht es um die Absicherung von Konten und Domänencontrollern. Geschützte Nutzer, abgestufte Kennwortrichtlinien, die Trennung von Verwaltungskonten in Ebenen und die verwaltete Kennwortverwaltung für lokale Administratorkonten sind die Bausteine. Verwaltete Dienstkonten nehmen die Kennwortpflege für Dienste ab.

Beim Datenverkehr geht es um Verschlüsselung: SMB-Verschlüsselung und -Signierung, TLS für Verwaltungsdienste und die Abschaltung alter ProtokolleEintrag mit Text und Struktur, der im Log-Analytics-Arbeitsbereich landet und mit KQL abgefragt wird..

Bei den Daten geht es um BitLockerLaufwerkverschlüsselung von Windows. Wird über ein Konfigurationsprofil gesetzt und über eine Compliancerichtlinie geprüft; der Wiederherstellungsschlüssel landet in Entra ID. für Datenträger, um den Netzwerkentsperrdienst für Server ohne Tastatur und um die Frage, wo die WiederherstellungsschlüsselRückfallschlüssel für ein verschlüsseltes Volume, der zentral im Verzeichnis hinterlegt wird. liegen.

Hybrid kommen Defender for ServersPlan in Defender for Cloud mit Erkennung, Schwachstellenbewertung und Just-in-Time-Zugriff; auch für Arc-Server. über Azure ArcEinbindung lokaler und Fremdcloud-Server in die Azure-Verwaltung., die Update-Verwaltung und Azure PolicyRegelwerk, das Eigenschaften von Ressourcen prüft und erzwingt, etwa erlaubte Regionen oder Pflicht-Tags. Wirkt unabhängig von Berechtigungen. für Gastkonfiguration hinzu, die den ZustandZuordnung zwischen beschriebenen Ressourcen und tatsächlichen Objekten. eines Servers gegen eine Vorgabe prüft.

Das muss sitzen

  • AnwendungssteuerungNur ausdrücklich erlaubte Programme dürfen ausgeführt werden. erlaubt nur bekannten Code und wirkt damit vor der Erkennung.
  • Verwaltete Dienstkonten nehmen die Kennwortpflege für Dienste ab.
  • SMB-Signierung schützt gegen Manipulation, SMB-Verschlüsselung gegen Mitlesen.
  • BitLockerLaufwerkverschlüsselung von Windows. Wird über ein Konfigurationsprofil gesetzt und über eine Compliancerichtlinie geprüft; der Wiederherstellungsschlüssel landet in Entra ID. ohne hinterlegten WiederherstellungsschlüsselRückfallschlüssel für ein verschlüsseltes Volume, der zentral im Verzeichnis hinterlegt wird. ist ein Datenverlust auf Abruf.
  • Gastkonfiguration in Azure PolicyRegelwerk, das Eigenschaften von Ressourcen prüft und erzwingt, etwa erlaubte Regionen oder Pflicht-Tags. Wirkt unabhängig von Berechtigungen. prüft den ZustandZuordnung zwischen beschriebenen Ressourcen und tatsächlichen Objekten. im Server, nicht nur die Ressource.

So wird gefragtAchte darauf, ob nach Verhindern oder nach Erkennen gefragt wird. Anwendungssteuerung verhindert, Defender erkennt.

Fragen dazu üben: Konto nötig 30 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 2 · 15 bis 20 % der Prüfung

Hochverfügbarkeit umsetzen und verwalten

Der zweite Bereich behandelt den Weiterbetrieb bei Ausfall einzelner Teile.

Der Failovercluster ist der Kern. Mehrere Knoten teilen sich Rollen, ein gemeinsamer Speicher oder direkter Speicherplatz hält die Daten, und ein QuorumMehrheitsregel, nach der ein Cluster weiterläuft, gegebenenfalls ergänzt um einen Zeugen. entscheidet, welche Seite weiterläuft, wenn die Verbindung reißt. Der Zeuge kann ein Datenträger, eine Dateifreigabe oder ein CloudzeugeZeuge in einem Azure-Speicherkonto, der die entscheidende Stimme außerhalb beider Standorte liefert. sein; ohne ihn kann ein Cluster mit gerader Knotenzahl stehen bleiben. Ein Clusterbewusstes Aktualisieren fährt Knoten nacheinander durch die Wartung, ohne den Dienst zu unterbrechen.

Stretch-Cluster verteilen Knoten über Standorte und nutzenWas ein Service leistet oder welche Einschränkung er beseitigt. die Speicherreplikation. Synchron ohne Datenverlust bei kurzen Wegen, asynchron über größere Entfernungen.

Daneben steht der Netzwerklastenausgleich für zustandslose Dienste, bei dem mehrere Server dieselbe Anfrage bedienen können.

Für virtuelle Maschinen kommen die Livemigration und die Speichermigration dazu, mit denen sich Maschinen im laufenden Betrieb verschieben lassen. In Azure erfüllen VerfügbarkeitsgruppenVerteilung von Maschinen über Fehler- und Updatedomänen innerhalb eines Rechenzentrums. und VerfügbarkeitszonenPhysisch getrenntes Rechenzentrum innerhalb einer Azure-Region, mit eigener Stromversorgung, Kühlung und Netzwerk. dieselbe Aufgabe auf Plattformebene.

Für Dateidienste ist der Dateiserver mit Dauerhafter VerfügbarkeitSchutzziel: Informationen und Dienste sind bei Bedarf nutzbar. die Variante, bei der Sitzungen einen Knotenwechsel überleben.

Das muss sitzen

  • Das QuorumMehrheitsregel, nach der ein Cluster weiterläuft, gegebenenfalls ergänzt um einen Zeugen. entscheidet, welche Seite weiterläuft. Ein Zeuge ist bei gerader Knotenzahl Pflicht.
  • Clusterbewusstes Aktualisieren wartet Knoten nacheinander ohne Dienstunterbrechung.
  • Synchrone Replikation braucht kurze Wege, asynchrone verträgt Entfernung.
  • Livemigration verschiebt Maschinen im laufenden Betrieb, Speichermigration deren Datenträger.
  • Der Netzwerklastenausgleich passt zu zustandslosen Diensten, nicht zu Datenbanken.

So wird gefragtErwarte Fälle mit Knotenzahl, Standorten und Leitungslänge. Daraus folgen Zeugentyp und Replikationsart fast zwingend.

Fragen dazu üben: Konto nötig 19 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 3 · 10 bis 15 % der Prüfung

Notfallwiederherstellung umsetzen

Der dritte Bereich behandelt den FallBearbeitbarer Vorgang aus einer oder mehreren Warnungen, mit Notizen und Abschlussentscheidung., in dem nicht ein Teil, sondern ein Standort ausfällt, und den Weg zurück nach einem Datenverlust.

Windows Server Backup und Azure BackupZentraler Sicherungsdienst mit Richtlinien, Aufbewahrung und Wiederherstellung. sind die beiden Wege für Sicherungen. In Azure hält ein Wiederherstellungstresor die Sicherungen, eine RichtlinieVerbindliche Vorgabe der Leitung, was in der Organisation gilt. legt Häufigkeit und Aufbewahrung fest, und der AgentVerfolgt ein Ziel über mehrere Schritte und ruft dafür selbstständig Werkzeuge auf. auf dem Server überträgt. Wichtig sind der Schutz der Sicherung selbst und die Frage, was genau gesichert wird: Systemzustand, ganze Maschine oder einzelne Dateien.

Für Verzeichnisdienste gibt es eigene Wege. Der Papierkorb holt gelöschte Objekte zurück, solange er aktiviert ist. Eine autoritative WiederherstellungSetzt wiederhergestellte Objekte als maßgeblich, sodass sie an die übrigen Domänencontroller repliziert werden. setzt einen Stand durch, der sich dann auf andere Domänencontroller repliziert; eine nicht autoritative holt sich den aktuellen Stand von den anderen. Diese Unterscheidung ist der häufigste Prüfungsstoff des Bereichs.

Azure Site RecoveryReplikation und geordneter Wiederanlauf von Maschinen in einer zweiten Region. bildet eine UmgebungEigener Container für Apps, Flows und Daten mit eigener Region und eigenen Rechten. an einem anderen Ort nach. Es repliziert laufend, erlaubt eine Probe ohne Auswirkung auf den Betrieb, und im Ernstfall wird umgeschaltet. Wiederherstellungspläne legen die Reihenfolge fest, damit Datenbanken vor Anwendungsservern starten.

Für Hyper-V gibt es zusätzlich die Replikation zwischen Wirten, mit einstellbarem Abstand und der Möglichkeit, mehrere WiederherstellungspunkteHöchstzulässiger Datenverlust, gemessen als Zeitraum. zu halten.

Das muss sitzen

  • Autoritativ setzt einen Stand durch, nicht autoritativ holt den aktuellen Stand von anderen.
  • Der Papierkorb im Verzeichnisdienst hilft nur, wenn er vorher aktiviert wurde.
  • Site Recovery erlaubt eine Probe, ohne den Betrieb zu stören.
  • Ein WiederherstellungsplanAblauf, der Maschinen in Gruppen und in festgelegter Reihenfolge startet. legt die Startreihenfolge fest.
  • Eine Sicherung ohne geübte Wiederherstellung ist eine Vermutung.

So wird gefragtAchte darauf, ob ein einzelnes Objekt oder ein ganzer Stand wiederhergestellt werden soll. Das entscheidet zwischen Papierkorb und autoritativer Wiederherstellung.

Fragen dazu üben: Konto nötig 14 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 4 · 20 bis 25 % der Prüfung

Server und Workloads migrieren

Der vierte Bereich behandelt den Umzug von Servern und Diensten.

Der erste Schritt ist immer die Bestandsaufnahme. Azure MigrateDienst für Ermittlung, Bewertung und Migration von Servern, Datenbanken und Webanwendungen. erfasst, was vorhanden ist, wie es ausgelastet ist und was der Betrieb in Azure kosten würde. Erst danach folgt die Entscheidung, ob eine Anwendung umzieht, angepasst oder ersetzt wird.

Für Server gibt es zwei Wege. Der Umzug ohne Änderung überträgt die Maschine als Ganzes. Der Neuaufbau installiert ein aktuelles System und überträgt nur Rollen und Daten; das Speichermigrationsmodul nimmt dabei Freigaben, Daten und Berechtigungen mit und kann sogar den Namen und die Adresse des alten Servers übernehmen.

Für Verzeichnisdienste gilt die Anhebung der Funktionsebenen nach der Migration, nicht davor. Alte Domänencontroller müssen erst verschwinden, bevor die Ebene steigt, und der Schritt lässt sich in der Regel nicht zurücknehmen.

Für Dateidienste kommen die Migration von Freigaben, das verteilte Dateisystem und der Umzug in eine Azure-Dateifreigabe mit Dateisynchronisierung in Frage.

Für Arbeitslasten in Maschinen sind Prüfpunkte, Abbilder und die Bereitstellung über Vorlagen die WerkzeugeFähigkeit, die ein Agent aufrufen darf, etwa die Suche in hochgeladenen Dateien.. Nach jedem Umzug gehören eine Prüfung der Berechtigungen, der Namensauflösung und der Sicherungen dazu.

Das muss sitzen

  • Azure MigrateDienst für Ermittlung, Bewertung und Migration von Servern, Datenbanken und Webanwendungen. steht am Anfang: erst erfassen, dann entscheiden.
  • Das Speichermigrationsmodul nimmt Daten, Berechtigungen und auf Wunsch Name und Adresse mit.
  • Funktionsebenen steigen erst, wenn alle alten Domänencontroller weg sind, und lassen sich nicht zurücknehmen.
  • Umziehen, anpassen oder ersetzen sind drei Wege mit sehr unterschiedlichem Aufwand.
  • Nach jedem Umzug gehören Berechtigungen, Namensauflösung und Sicherung geprüft.

So wird gefragtAchte auf Hinweise zu alten Betriebssystemversionen. Sie entscheiden, ob ein direkter Umzug möglich ist oder ein Neuaufbau nötig wird.

Fragen dazu üben: Konto nötig 26 Fragen in diesem Bereich

// Kapitel 5 · 15 bis 20 % der Prüfung

Windows-Server-Umgebungen überwachen und Fehler beheben

Der letzte Bereich behandelt ÜberwachungProtokolliert Aktivitäten im Mandanten; die Premiumvariante bewahrt länger auf. und Fehlersuche.

Lokal sind die WerkzeugeFähigkeit, die ein Agent aufrufen darf, etwa die Suche in hochgeladenen Dateien. die EreignisanzeigeWindows-Protokollsammlung für System-, Anwendungs- und Sicherheitsmeldungen., der Leistungsmonitor mit seinen Datensammlersätzen, der Ressourcenmonitor und die Aufgabenplanung. Für die Suche nach Engpässen zählen vier Größen: Prozessor, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk. Die Warteschlangenlänge des Datenträgers und die Seitenauslagerung sind die klassischen Hinweise.

In der Cloud sammelt Azure MonitorDach über Metriken, Protokolle, Warnungen und Anwendungsüberwachung in Azure. über einen AgentenVerfolgt ein Ziel über mehrere Schritte und ruft dafür selbstständig Werkzeuge auf.. DatensammlungsregelnFestlegung, welche Ereignisse ein Agent erfasst und wohin sie gehen. legen fest, welche Leistungsindikatoren und Ereignisse überhaupt erfasst werden; ohne Regel kommt nichts an. Im ArbeitsbereichEinheit aus Konfiguration, Variablen und eigenem Zustand in HCP Terraform. wird mit KQLKusto-Abfragesprache; Abfragen werden von oben nach unten abgearbeitet, frühe Filter sparen Laufzeit. abgefragt, Warnungen bestehen aus Bedingung und AktionsgruppeSammlung von Benachrichtigungen und Aktionen, die eine Warnung auslöst.. Über Azure ArcEinbindung lokaler und Fremdcloud-Server in die Azure-Verwaltung. gilt das auch für Server außerhalb von Azure.

Für Netzwerkfehler sind die üblichen WerkzeugeFähigkeit, die ein Agent aufrufen darf, etwa die Suche in hochgeladenen Dateien. zuständig: Namensauflösung prüfen, Erreichbarkeit prüfen, Ports prüfen, Route prüfen. Bei Verzeichnisdiensten kommen die Prüfung der Replikation und die Auswertung angewandter RichtlinienVerbindliche Vorgabe der Leitung, was in der Organisation gilt. dazu.

Zur Fehlersuche gehört ein festes Vorgehen: Was hat sich zuletzt geändert, betrifft es einen oder alle, ist es Netzwerk, Berechtigung, Dienst oder Ressourcenmangel. Diese Reihenfolge spart in der Prüfung wie im Alltag die meiste Zeit.

Das muss sitzen

  • Ohne DatensammlungsregelFestlegung, welche Ereignisse ein Agent erfasst und wohin sie gehen. erfasst der AgentVerfolgt ein Ziel über mehrere Schritte und ruft dafür selbstständig Werkzeuge auf. nichts.
  • Prozessor, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk sind die vier Engpassgrößen.
  • Eine Warnung braucht Bedingung und AktionsgruppeSammlung von Benachrichtigungen und Aktionen, die eine Warnung auslöst., sonst passiert nichts.
  • Bei Verzeichnisproblemen zuerst die Replikation prüfen, dann die RichtlinienVerbindliche Vorgabe der Leitung, was in der Organisation gilt..
  • Die erste Frage bei jeder Störung lautet, was sich zuletzt geändert hat.

So wird gefragtErwarte Symptombeschreibungen mit Zahlen. Ordne die Zahl einer der vier Engpassgrößen zu, dann ist die Antwort meist eindeutig.

Fragen dazu üben: Konto nötig 21 Fragen in diesem Bereich

Die Kapitel folgen der veröffentlichten Gliederung des Anbieters (Skills measured, Stand 06.10.2025 (Prüfung am 30.09.2026 eingestellt, Nachfolger AZ-802)), zuletzt geprüft am 09.09.2026. Verbindlich bleibt, was der Anbieter schreibt.

Diese Kapitel sind frei lesbar, ohne Konto. Die Übungsfragen dazu brauchen eines, weil sie sich merken, was du beantwortet hast und wann sie wiederkommen. Was der Zugang kostet.